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Zensur im Internet
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Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/fehlend
Als Zensur im Internet, Internetsperren oder Netzsperren werden verschiedene Verfahren von Staatencite-ref-1[1] oder nichtstaatlichen Gruppen bezeichnet, deren Ziel es ist, die Publikation von bestimmten Inhalten ĂŒber das Internet zu kontrollieren, zu unterdrĂŒcken oder im eigenen Sinn zu steuern. Vor allem Nachrichten und MeinungsĂ€uĂerungen sind davon betroffen, in einigen Staaten auch Webseiten mit erotischem oder religiösem Inhalt. Die Zensur im Internet unterscheidet sich damit nicht grundsĂ€tzlich von der Zensur anderer Massenmedien.
Contents
âą Europa
âą Deutschland
âą Schweiz
âą Ăsterreich
âą Weltweit
⹠EffektivitÀt
âą DNS-Sperre
âą Sonstiges
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Juristisches Umfeld
Daraus, dass im Internet problemlos Daten ĂŒber Staatsgrenzen ĂŒbertragen werden können, ergibt sich eine hohe KomplexitĂ€t rechtlicher Fragen, da Unvereinbarkeiten zwischen Rechtssystemen nicht lösbar sind. Regierungen und staatliche Organe können durch das Abschalten oder anderweitige Sanktionieren von Webseiten, die in ihrem Rechtsbereich liegen, auch die BĂŒrger anderer Staaten von diesen Informationen abhalten, jedoch können sie nicht verhindern, dass die BĂŒrger sich Zugang zu illegalen Informationen verschaffen, die im Ausland liegen.
In Deutschland sind zum Beispiel die Verherrlichung der NS-Kriegsverbrechen oder die Holocaustleugnung verboten. Auf Servern in den USA hingegen können diese Dinge ungestraft verbreitet werden, da sie nach US-Recht von der Meinungsfreiheit abgedeckt sind. Ende der 1990er wurde von konservativer Seite der Medien-Enquete-Kommission des Bundestages gefordert, dem Internet âeine Redaktion vor[zu]schalten, die auswĂ€hlt, was ins Netz gehtâ.cite-ref-2[2] Einen weiteren VorstoĂ in Richtung Zensur gab es 2001 durch die Bezirksregierung DĂŒsseldorf (siehe JĂŒrgen BĂŒssow), der zwar mit geringen technischen Kenntnissen umgehbar war, vor Gericht aber durch mehrere Instanzen Bestand behielt. Im Jahr 2000 hatte der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil entschieden, dass beispielsweise ein australischer Staatsangehöriger fĂŒr eine holocaustleugnende Website, die in Australien gehostet ist, in Deutschland dafĂŒr strafrechtlich belangt werden kann.cite-ref-heise-de-3-0[3]cite-ref-intern-de-4-0[4] Auch die Seite Schnittberichte.de musste in Deutschland wegen der Darstellung gewaltverherrlichender Szenen aus in Deutschland indizierten oder beschlagnahmten Filmen im Mai 2002 geschlossen werden. Sie ist seitdem unter der Adresse schnittberichte.com erreichbar und befindet sich auf einem österreichischen Server. Da sowohl der Inhaber der Domain als auch der Mieter des Servers österreichischer NationalitĂ€t sind, untersteht die Seite nunmehr nur dem österreichischen Recht. Ebenfalls im Jahr 2002 wurde die Seite BMEzine in Deutschland fĂŒr rechtswidrig erklĂ€rt und war nicht ĂŒber deutsche Suchmaschinen verfĂŒgbar. BME gilt als Hauptmedium der internationalen Körpermodifikationsszene.
Im Oktober 2007 verpflichtete das Landgericht Frankfurt am Main aus wettbewerbsrechtlichen GrĂŒnden den deutschen Internetzugangsanbieter Arcor per einstweiliger VerfĂŒgung, den Zugang seiner Kunden zur auslĂ€ndischen Website YouPorn zu unterbinden.cite-ref-5[5] Im weiteren Verlauf des Verfahrens wurde diese Entscheidung von einer anderen Kammer des Landgerichts wieder aufgehoben.cite-ref-6[6]
Zensur durch Regierungen
Europa
In der EuropĂ€ischen Union werden mit UnterstĂŒtzung von Europol Webseiten, die Darstellungen von Kindesmissbrauch enthalten und von denen die Behörde Kenntnis erlangt hat, mit dem âChild Sexual Abuse Anti Distribution Filterâ (CSAADF) des CIRCAMP-Projekts, einer Domain-Name-System-Blockadeliste (DNS), gesperrt.cite-ref-7[7] Das Sperren der Webseiten soll verhindern, dass missbrauchte Kinder noch einmal dadurch missbraucht werden, dass Bilder oder Filme ihres Missbrauches weiterhin im Internet kursieren (âRe-Victimizationâ).cite-ref-8[8] Im MĂ€rz 2010 wird der CSAADF in DĂ€nemark, Finnland, Italien, Neuseeland, Norwegen, Schweden und der Schweiz eingesetzt. Das Vereinigte Königreich sperrt diese Webseiten mit dem Contentfiltersystem Cleanfeed.cite-ref-eu-forciert-9-0[9]
Der Ausschuss fĂŒr bĂŒrgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) hat im Oktober 2009 in dem Entwurf eines Rahmenbeschlusses zur BekĂ€mpfung des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern eine Verpflichtung fĂŒr Internetdiensteanbieter festgehalten, den Zugriff auf Seiten, die den sexuellen Missbrauch von Kindern dokumentieren, zu sperren sowie die Herangehensweise aller 27 Mitgliedsstaaten zu harmonisieren. Dieser neue Gesetzgebungsvorschlag soll ein bestehendes Dokument aus dem Jahr 2004 ersetzen, das nicht von allen Mitgliedsstaaten in vollem Umfang umgesetzt worden ist und bei dem auch in einigen SchlĂŒsselthemen keine Harmonisierung erreicht wurde. Die EuropĂ€ische Kommission geht davon aus, dass dadurch verhindert wird, direkt auf kommerzielle Kinderpornografie zuzugreifen. Es sollen auch extraterritoriale MaĂnahmen ergriffen werden, um Webseiten zu löschen. In den Aussagen der Mitteilung der Kommission vom Juni 2009,cite-ref-10[10] einen âBereich fĂŒr Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit zu schaffen, der den BĂŒrgern dientâ, werden diese Inhalte ebenfalls aufgegriffen âum Mechanismen [zu schaffen] um die IP-Adresse von kriminellen ISPs aufzuspĂŒren und die rasche Sperre von auĂereuropĂ€ischen Webseiten zu vereinfachenâ.cite-ref-11[11]
Es wurde bereits mehrfach die Ausweitung der SperrmaĂnahmen auf weitere Internetinhalte wie GlĂŒcksspielangebote, gewaltverherrlichende, rechtsextreme oder urheberrechtlich bedenkliche Webseiten und Filesharing-Netzwerke gefordert, wie dies Frankreich mit eigenen Spezialgesetzen bereits umsetzt.cite-ref-12[12]
In Finnland wird kritisiert, dass auch politisches Material gesperrt wurde. Nach vier Jahren Erfahrung mit Internetsperren kam die schwedische Polizei zu dem Fazit: âUnsere SperrmaĂnahmen tragen leider nicht dazu bei, die Produktion von Webpornografie zu vermindern.âcite-ref-13[13]
Im April 2011 wurde auf europĂ€ischer Ebene das Projekt Clean IT gestartet. Es beruht auf dem Konzept der Public Private Partnership zwischen europĂ€ischen Sicherheitsbehörden und unterschiedlichsten IT-Unternehmen. Ziel ist es, Vorgaben fĂŒr die IT-Industrie zu entwickeln, deren Einhaltung durch die Unternehmenspartner, zur Verhinderung des Endbenutzerzugriffs auf terroristische Inhalte, auf freiwilliger Basis befolgt wird. So soll die âterroristische Nutzung des Internets eingeschrĂ€nktâ und die âillegale Nutzung des Internets bekĂ€mpftâ werden.cite-ref-14[14] Es verfolgt ausdrĂŒcklich einen nicht-legislativen Ansatz. Die Anhörung nationaler und supranationaler Parlamente ist ausdrĂŒcklich nicht vorgesehen.cite-ref-15[15] Ziel der MaĂnahme ist eine flĂ€chendeckende Kontrolle der Netzinhalte zunĂ€chst auf europĂ€ischer, spĂ€ter nach Möglichkeit auch auf globaler Ebene.
Ab MĂ€rz 2022 verbot die EU den Zugang zu den russischen Nachrichtenportalen Sputnik und Russia Today mit der Verordnung 833/2014. Den Portalen wurde vorgeworfen, in diesem Krieg Propaganda fĂŒr die Russische Föderation zu betreiben. Es handelt sich jeweils um Sender des staatlichen russischen Medienunternehmens Rossija Sewodnja.cite-ref-16[16]cite-ref-17[17] Reporter ohne Grenzen und der EU-Abgeordnete Patrick Breyer kritisierten das Verbot und warnten vor GegenmaĂnahmen durch Russland.cite-ref-18[18]
Deutschland
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Hauptartikel
:
Sperrungen von Internetinhalten in Deutschland
Indem das Familienministerium unter der damaligen FĂŒhrung von Ursula von der Leyen vor Internetdienstanbietern und Journalisten Kinderpornografie prĂ€sentierte, stellte die deutsche Bundesregierung am 22. April 2009 ihren Plan vor, durch eine Ănderung im Telemediengesetz den Zugang zu Internetinhalten mit Kinderpornografie zu sperren (âAccess Blockingâ).cite-ref-19[19]cite-ref-20[20] Das Bildungsministerium fordert des Weiteren zur âVerbesserung des Schutzes und der Sicherheitâ im Zusammenhang mit AmoklĂ€ufen die EindĂ€mmung Gewalt fördernder Elemente.cite-ref-21[21] Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat in einer Studie festgestellt, dass der Vorschlag, problematische Inhalte im Internet durch SperrverfĂŒgungen unsichtbar zu machen, verfassungsrechtlich bedenklich ist.cite-ref-22[22] Thilo Weichert, der Landesbeauftragte fĂŒr den Datenschutz in Schleswig-Holstein forderte eine öffentliche Diskussion.cite-ref-23[23] Er sah in dem neuen Gesetzentwurf einen âFrontalangriff auf die freie Kommunikation im Internetâ. Auch Provider und Juristen aus der Internetwirtschaft ĂŒbten massive Kritik an der Initiative.cite-ref-24[24]
Einer Kinderschutzorganisation ist es Anfang MĂ€rz 2009 gelungen, 16 von 20 ausgewĂ€hlten Internetdomains, die eine im Internet veröffentlichte, ĂŒber ein Jahr alte dĂ€nische Sperrliste als kinderpornografisch einstufte, innerhalb von acht Stunden abschalten zu lassen. Vier andere enthielten legale Inhalte.cite-ref-25[25] Der Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur), analysierte im Mai 2009 mit automatischen Verfahren verschiedene europĂ€ische Sperrlisten und schrieb die Provider an, auf deren Servern sich Material mit dokumentiertem Kindesmissbrauch befinden sollte. Er erreichte innerhalb von 12 Stunden nach Aussenden der Mails die Löschung von 60 bis dahin zugĂ€nglichen Webauftritten.cite-ref-26[26]
Am 18. Juni 2009 beschloss der deutsche Bundestag das spĂ€ter dann fĂŒr ein Jahr ausgesetztecite-ref-27[27] Zugangserschwerungsgesetz,cite-ref-abgeordnetenwatch-de-28-0[28] um alle groĂen deutschen Internetanbieter zu entsprechenden Sperren zu verpflichten.cite-ref-abgeordnetenwatch-de-28-1[28] Allerdings hĂ€tten Anwender noch die Möglichkeit, durch DNS-Spoofing realisierte Sperren mittels alternativer DNS-cite-ref-29[29] oder Proxyserver zu umgehen.cite-ref-30[30] Im April 2011 entschied die Bundesregierung, das bereits beschlossene, aber nie zur Anwendung gelangte Gesetz wieder aufheben zu lassen;cite-ref-31[31] am 1. Dezember 2011 wurde es von einer breiten Mehrheit im Bundestag endgĂŒltig aufgehoben.cite-ref-32[32]
Schweiz
In der Schweiz gab es bislang nur vereinzelte gerichtliche Netzsperren. 2007 hatte beispielsweise das damalige WaadtlĂ€nder Untersuchungsrichteramt gegenĂŒber schweizerischen Internet Access Providern verfĂŒgt, die justizkritischen Websites de.geocities.com/justicecontrol, www.appel-au-peuple.org, www.freejustice.de und www.swiss-corruption.com zu sperren, sowie den Domainnamen appel-au-peuple.org so zu modifizieren, dass die Seite mittels Geotargeting den nachfolgenden Text in vier Sprachen anzeigt:
«Der Zugriff auf diese Seite ist aufgrund der richterlichen VerfĂŒgung des Untersuchungsrichters des Kantons Waadt vom 18.12.2007 gesperrt.»cite-ref-33[33]
Lange setzte die Schweiz auf die freiwillige Sperrung von mutmasslich kinderpornographischen Inhalten durch grosse Internet Access Provider. DafĂŒr stellt das Bundesamt fĂŒr Polizei eine rund 1100 EintrĂ€ge enthaltende Sperrliste mit zu sperrenden URLs zur VerfĂŒgung.cite-ref-34[34] Beim Zugriff auf eine dieser Internet-Adressen erfolgt eine Weiterleitung auf die Adresse www.stopp-kinderpornografie.ch/blocking. Mit einer Revision des Fernmeldegesetzes wurden per 1. Januar 2021 alle Internet Access Provider verpflichtet, verbotene pornographische Inhalte zu sperren. Anfang Juli 2024 wurde die Website der Gratiszeitung «20 Minuten» wĂ€hrend einigen Stunden durch einen Fehler beim Bundesamt fĂŒr Polizei in diesem Rahmen gesperrt.cite-ref-35[35]
Mit dem am 29. September 2017 durch das Parlament verabschiedeten Bundesgesetz ĂŒber Geldspiele (Geldspielgesetz, BGS), das in der Volksabstimmung vom 10. Juni 2018 mit 72,9 % Ja-Stimmen angenommen wurde, waren in der Schweiz bereits per 1. Januar 2019 erstmals gesetzliche Netzsperren eingefĂŒhrt worden. Beim BGS geht es darum, dass ausschlieĂlich landbasierte Casinos in der Schweiz zu Online-Geldspiel-Angeboten berechtigt sind, weshalb der Zugang zur auslĂ€ndischen Online-Konkurrenz gesperrt werden soll. Die Definition dieser Netzsperren ist im Gesetzestext sehr offen formuliert, obwohl in den Debatten meistens von DNS-Sperren gesprochen wurde.
Weitere Netzsperren werden auch im Urheberrecht und bei weiteren Themen gefordert, wurden bislang aber noch nicht umgesetzt.cite-ref-36[36]
Der Zugriff mittels nicht zensierter, meist auslÀndischer DNS-Server und Mirror Sites ist in der Schweiz weiterhin möglich.cite-ref-37[37]cite-ref-38[38]
Ăsterreich
In Ăsterreich werden FĂ€lle von Overblocking aufgrund geteilter IP-Adressen seit 2009 diskutiert.cite-ref-39[39]cite-ref-40[40] Die von der Urheberrechtsorganisation LSG (Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten GmbH) erwirkte Sperre habe dem Musikportal CannaPower gegolten.cite-ref-41[41]
Eine Liste aktiver Netzsperren findet sich bei der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH.cite-ref-42[42]
Weltweit
Die Open Net Initiative (ONI), die sich aus Gruppen von Forschern der UniversitÀten von Toronto, Oxford, Cambridge und der Harvard Law School zusammensetzt, beobachtet eine weltweite Zunahme der Zensur im Internet.cite-ref-43[43]
Die von der US-Regierung finanzierte Organisation Freedom House kommt im MĂ€rz 2009 in ihrer 15 LĂ€nder umfassenden Studie Freedom on the Netcite-ref-44[44] zu dem Ergebnis, dass in allen untersuchten LĂ€ndern Internetinhalte reguliert oder zensiert werden. Mit Ausnahme GroĂbritanniens sei das Internet allerdings noch insgesamt weniger reguliert als die Presse. Einige Regierungen beschĂ€ftigen nach Angaben der Organisation auch sogenannte Cyberclaqueure zur Manipulation von Inhalten in Onlinediskussionen. Bei vielen Nutzern stellte sie einen âstaatsbĂŒrgerlichen Aktivismusâ fest, vermehrt aktiv GegenmaĂnahmen zu entwickeln. Allerdings werde ihrer Ansicht nach mit dem Fortschreiten der technischen Entwicklung auch die Zensur in autoritĂ€ren wie demokratischen Staaten weiter zunehmen. Als bedenklich wurde die zunehmende Auslagerung der ZensurmaĂnahmen an die Internetdiensteanbieter eingeschĂ€tzt.
Am 12. MĂ€rz 2011 stellte Reporter ohne Grenzen in einem Bericht zum Welttag gegen Internetzensur fest, dass weltweit jedem dritten Internetnutzer der freie Netzzugang verwehrt bleibe, und bezeichnete zehn Staaten wegen ihrer rigiden Netzpolitik als âFeinde des Internetâ.cite-ref-45[45]cite-ref-46[46] Eine aktualisierte Liste erschien ein Jahr spĂ€ter, am 12. MĂ€rz 2012.cite-ref-47[47]
âą Athiopien Ăthiopien:
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Hauptartikel
:
Internetzensur in Ăthiopien
In Ăthiopien sind laut Freedom House und der OpenNet Initiative landesweit Contentfilter implementiert, wobei die Regierung eine Zensur abstreitet.
âą Afghanistan Afghanistan: In Afghanistan werden seit Juni 2010 Facebook, YouTube, Twitter, Gmail und Webseiten, die die Themen Alkohol, Dating/soziale Netzwerke, GlĂŒcksspiel und Pornografie beinhalten, gesperrt.cite-ref-48[48]
âą Australien Australien: Die australische Regierung beabsichtigte seit 2008 mit dem Plan for Cyber-Safety den Zugang zu Websites, die auf einer von der Regierung vorgegebenen, nicht öffentlichen Sperrliste stehen, fĂŒr alle InternetzugĂ€nge sperren zu lassen.cite-ref-49[49]cite-ref-50[50] Eine Internetpetition gegen das Vorhaben âunerwĂŒnschteâ und âinadĂ€quateâ Webseiten zu sperren wurde von ĂŒber 120.000 Personen unterzeichnet.cite-ref-51[51] Am 25. Mai 2009 wurde von der Telekommunikations-Regulierungsbehörde Australian Communications and Media Authority (ACMA) bei einer Anhörung vor dem Senat Estimates Committee im Australischen Parlament bekanntgegeben, dass die australische Sperrliste am 30. April 2009 977 EintrĂ€ge enthielt. Laut Nerida OâLoughlin, General Manager der Industry Outputs Division bei der ACMA, standen 32 Prozent der blockierten URLs im Zusammenhang mit der Dokumentation von Kindesmisshandlungen oder sexuellem Kindesmissbrauch.cite-ref-52[52] Die ACMA fĂŒhrt seit Mai 2009 nach Angaben von Kommunikationsminister Stephen Conroy GesprĂ€che mit der Internet Watch Foundation in GroĂbritannien und korrespondierenden Stellen in den USA ĂŒber einen Austausch der Sperrlisten und erwĂ€gt Optionen fĂŒr mehr Transparenz und Verantwortlichkeit beim FĂŒhren der Negativliste.cite-ref-53[53]
In einer gemeinsamen ErklĂ€rung kritisierten die australischen Kinderrechtsorganisationen Save the Children Australia und das National Childrenâs & Youth Law Centre im Juli 2009 diese MaĂnahmen. Sie halten sie fĂŒr eine Fehlinvestition und regten eine ihrer Ansicht nach effizientere Verwendung der dafĂŒr vorgesehenen Mittel im Bereich des Kinderschutzes an. Dies könnte zum Beispiel eine gemeinsame Medienerziehung von Eltern und Kindern sein.cite-ref-54[54]
âą Myanmar Myanmar (Burma): In den letzten Jahren wurde die Zensur des Internets in Myanmar stark reduziert. Durch gĂŒnstige Angebote verschiedener Mobilfunkfirmen können sich immer mehr BĂŒrger einen Zugang zum Internet leisten. Der Zugang zu sozialen Netzwerken, internationalen E-Mail-Providern und Nachrichtenseiten ist mittlerweile uneingeschrĂ€nkt möglich.
Bis vor wenigen Jahren sah die Lage noch ganz anders aus: Da sich die meisten BĂŒrger des Landes Computer aus finanziellen GrĂŒnden nicht leisten konnten, betreffen die Zensur-MaĂnahmen der MilitĂ€rregierung vor allem die InternetcafĂ©s. Der Zugang zu oppositionellen Webseiten wurde systematisch blockiert,cite-ref-ww1-55-0[55] die Technik dazu liefert, so Reporter ohne Grenzen und der OpenNet Initiative (2005) zufolge, das US-Unternehmen Fortinet.cite-ref-56[56] Web-gestĂŒtzte E-Mail-Programme von Yahoo oder Hotmail können nicht genutzt werden. Die Computer der InternetcafĂ©s speichern alle fĂŒnf Minuten die aufgesuchten Seiten, um so einen Ăberblick ĂŒber die TĂ€tigkeiten der Kunden zu schaffen.cite-ref-ww1-55-1[55] WĂ€hrend der Demonstrationen 2007 wurden alle Internetverbindungen zeitweilig abgeschaltet, um zu unterbinden, dass Nachrichten, Bilder und Filme der Proteste ins Ausland gelangen.cite-ref-57[57]
âą China Volksrepublik Volksrepublik China:
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Hauptartikel
:
Internetzensur in der Volksrepublik China
Das Land hat derzeit etwa 300 Millionen Internet-Nutzer. Die Regierung zensiert das Internet mit einem Mix aus Zensur-Technik (wie Filter), AusspĂ€hung und EinschĂŒchterung der Anwender und Forderungen an auslĂ€ndische Internet-Unternehmen. âChina ist weltweit das gröĂte GefĂ€ngnis fĂŒr Cyber-Dissidenten mit derzeit 62 Menschen in Haft fĂŒr Online-Veröffentlichungenâ so der Bericht von Reporter ohne Grenzen. Die Volksrepublik China ist mit dem Projekt Goldener Schild ohnehin das bekannteste Beispiel fĂŒr starke Zensur im Internet. So sind neben pornographischen Seiten die Auftritte religiöser und politischer Gruppierungen, die die chinesische Regierung als schĂ€dlich ansieht, sowie renommierte Nachrichtendienste gesperrt. Dies betrifft u. a. die BBC und seit dem 18. Oktober 2005 die Wikipedia (Aktualisierung: BBC und Wikipedia sind in China inzwischen wieder erreichbar. Sehr beliebte Seiten wie YouTube, Twitter und Facebook sind gesperrt). Wikipedia hatte sich geweigert, politische EintrĂ€ge fĂŒr eine chinesische Version zu blockieren. Einem Bericht der Netzeitung zufolge nahm die chinesische Regierung vermutlich AnstoĂ an dem Eintrag zu den Protesten am Platz des himmlischen Friedens 1989 (Tianâanmen-Massaker). Dort wĂŒrden sowohl die 200â300 von der Regierung bekannt gegebenen toten Studenten erwĂ€hnt, als auch die von dem Roten Kreuz geschĂ€tzten 2000 bis 3000 Toten. Microsoft, Yahoo und Google zensierten dagegen die Inhalte gemÀà den WĂŒnschen der chinesischen Regierung, so die Netzeitung (Aktualisierung: Google bietet keine Suche mehr in China an. Die Seite www.google.cn verweist auf die Google-Suche in Hongkong). So wurde am 23. Januar 2006 bekannt, dass nach vielen anderen Suchmaschinen auch Google-China die Suche manipuliert. In Absprache mit den chinesischen Behörden werden fĂŒr die chinesische Ăffentlichkeit brisante Seiten zu Themen wie Tibet oder Taiwan nicht angezeigt.
Siehe auch
:
Sperrungen der Wikipedia in der Volksrepublik China
âą Kasachstan Kasachstan: MeinungsbeitrĂ€ge in Blogs und Chats werden aus Angst vor Kritik von Regierungsgegnern und um zu verhindern, dass sich Andersdenkende ĂŒber das Internet zu Protestaktionen verabreden, unter eine besondere staatliche Kontrolle gestellt.cite-ref-58[58]cite-ref-59[59] Die Seiten groĂer Blogbetreiber wie Wordpress oder Livejournal sind gesperrt, zudem werden auch zumindest zeitweise Sperrungen von Facebook berichtet.cite-ref-60[60]
âą Kuba Kuba: Eine grundsĂ€tzliche Internetzugangsmöglichkeit ist fĂŒr die heimische Bevölkerung nur mit EinschrĂ€nkungen möglich. Mittlerweile können auch Kubaner Touristenhotels regulĂ€r nutzen, mĂŒssen hierfĂŒr aber in Devisen bezahlen. Diese Touristenhotels verfĂŒgen ĂŒberwiegend ĂŒber einen langsamen Internetzugang, welcher gegen Bezahlung eines Tickets in Devisen ohne jede weitere Kontrolle zugĂ€nglich ist. Die dabei aktiven Sperren betreffen systemkritische Internetseiten primĂ€r aus den USA (z. B. von Exilkubanern). DarĂŒber hinaus braucht man eine Spezialgenehmigung fĂŒr einen privaten Internetzugang, welcher nur sehr restriktiv erteilt wird. Verbreitet sind allerdings private InternetzugĂ€nge ĂŒber das drahtgebundene Telefonnetz ohne Genehmigung, welche aber mit hohen Telefonkosten verbunden sind,cite-ref-61[61] eine massive Erhöhung der DatenĂŒbertragungsraten und Reduzierung der Preise steht aber aktuell unmittelbar durch ein Internet-Seekabel aus Venezuela bevor.cite-ref-zeit-2011-02-14-62-0[62] Die weitere Entwicklung von Zugangssperren fĂŒr weitergehende Bereiche bleibt abzuwarten.
âą Iran Iran:
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Hauptartikel
:
Internetzensur in der Islamischen Republik Iran
Basierend auf europĂ€ischer Standard-Ăberwachungstechnik (âLawful Interceptionâ), wird von den Internetdiensteanbietern eines der weltweit umfangreichsten technischen Filter- und Ăberwachungssysteme betrieben.cite-ref-63[63] Das Informationsministerium erklĂ€rt, dass es derzeit hunderttausende von Webseiten blockiere. Dies betrifft Sexseiten oder Nachrichtenseiten. Eine unbekannte Anzahl von Bloggern wurde von Herbst 2004 bis Sommer 2005 verhaftet. Einer von ihnen wurde wegen Beleidigung des Staatsoberhauptes des obersten islamischen Rechtsgelehrten Ajatollah Seyyed AlÄ« ChÄmene'Ä« im Juni 2005 zu zwei Jahren Haft verurteilt. Wie Spiegel Online (23. Juli 2006) mitteilte, wird unter PrĂ€sident Mahmud Ahmadineschad das Internet verstĂ€rkt zensiert. Eine Zentralstelle fĂŒr Filtering, die im Sommer 2006 ihre Arbeit aufgenommen habe, bekĂ€mpfe wie gehabt Sexseiten und Seiten mit unerwĂŒnschten politischen Inhalten. Seiten mit bestimmten SchlĂŒsselwörtern wĂŒrden blockiert. AuĂerdem suchten die Mitarbeiter der Zentralstelle im Web gezielt nach Inhalten, die sie zensieren könnten. Im Zuge der Proteste im Jahre 2009 wurde die Internet-Zensur nochmals verschĂ€rft.cite-ref-64[64]
âą Malediven Malediven: Als âAlbtraum fĂŒr Cyber-Dissidentenâ bezeichnet Reporter ohne Grenzen die Situation. Das Regime unter dem PrĂ€sidenten Maumoon Abdul Gayoom unterdrĂŒcke Meinungsfreiheit hart. Das britische IT-Unternehmen Cable & Wireless kontrolliert den Internetzugang auf den Malediven.
âą Neuseeland Neuseeland: Seit 2007 werden ohne öffentliche Bekanntgabe von dem Innenministerium mit den nationalen Telekommunikationsanbietern TelstraClear, Watchdog, Maxnet und Ihug nach dem Films, Videos, and Publications Classification Act 1993 Tests fĂŒr das Einrichten netzseitiger Filter gegen kinderpornographische Webseiten durchfĂŒhrt.cite-ref-65[65] Anfang 2009 lehnte Kommunikationsminister Steven Joyce es ab, Filter zu installieren, und empfahl, dass Eltern sich fortbilden sollten, um den Online-Zugang ihrer Kinder selbst kontrollieren zu können. Seit Februar 2010 sperren nicht nĂ€her benannte Internetprovider ohne gesetzliche Regelung problematische Inhalte freiwillig.cite-ref-66[66]
âą Korea Nord Nordkorea: Nur ein paar tausend Privilegierte haben Zugang zu einer stark zensierten Version des Internets. In dieser finden sie allerdings etwa 30 Webseiten.
âą Saudi-Arabien Saudi-Arabien: Nach Angaben der staatlichen Behörde, die fĂŒr das Internet zustĂ€ndig ist, werden derzeit 400.000 Webseiten blockiert, weil sie islamische Prinzipien verletzen. Meistens handelt es sich um Seiten mit den Inhalten Sex, Politik oder Religion. Zugelassen werden islamische Seiten, welche mit der religiösen Auffassung der Regierung vereinbar sind. Besonders betroffen sind auch Blogger-Webseiten.
âą Korea Sud SĂŒdkorea: Einige Websites werden blockiert, vor allen Dingen pornografische Seiten, Inhalte nordkoreanischer Herkunft (z. B. Uriminzokkiri) und Onlinedienste, die nach Ansicht der Behörden die âöffentliche Ordnungâ stören.
âą Syrien Syrien: Der Internetzugang ist auf eine privilegierte Minderheit beschrĂ€nkt. Missliebige Webseiten werden herausgefiltert. Ein kurdischer Journalistikstudent sitzt in Haft, weil er Fotos von einer Demonstration in Damaskus auf eine im Ausland beheimatete Webseite gestellt hatte. Ein anderer saĂ von 2003 bis 2005 im GefĂ€ngnis, weil er eine E-Mail an eine auslĂ€ndische Zeitung geschickt hatte. Beide wurden nach Angaben von Reporter ohne Grenzen gefoltert. Im Dezember 2007 wurde die syrische Internetzensur verschĂ€rft. PopulĂ€re Portale wie YouTube, blogspot und Facebook stehen ebenso auf dem Index wie die Homepages kritischer Zeitungen und mancher Parteien. InternetcafĂ©s sind angehalten, ihre Kunden auszuspionieren, und MeinungsĂ€uĂerungen dĂŒrfen seit dem Sommer nur mit vollstĂ€ndigem Namen und der E-Mail-Adresse des Verfassers veröffentlicht werden.cite-ref-67[67]
âą Thailand Thailand: Die Filterung des Internets ist offiziell Teil des Kampfes gegen die Verbreitung von Pornographie. Doch es gibt auch FĂ€lle von Zensur: Im Juni 2005 wurden die Webseiten von zwei regierungskritischen Radiostationen geschlossen, nachdem die Regierung diesbezĂŒglich Druck auf die Internetdienstanbieter ausgeĂŒbt hatte.
âą Tunesien Tunesien:
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Hauptartikel
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Zensur in Tunesien
Vor der Revolution 2010/2011 gehörte die Internetzensur in Tunesien zu den schĂ€rfsten weltweit. Der zentralistische Aufbau des Telekommunikationsnetzes half der Regierung und der Internetbehörde ATI, das Internet nahezu vollstĂ€ndig zu kontrollieren und unerwĂŒnschte Seiten zu sperren. Neben politisch kritischen Seiten und weltweiten Nachrichtenportalen waren auch Portale wie YouTube und Flickr nicht zugĂ€nglich. Im August 2008 sowie wĂ€hrend der Revolution kam es auch zu Versuchen, Facebook zu sperren bzw. einzuschrĂ€nken. Zensierte Seiten erschienen als Toter Link, ein Hinweis auf die Sperrung fand nicht statt. Wegen des Umgehens der Internetsperren und der Veröffentlichung kritischer Inhalte im Internet wurden mehrere Menschen inhaftiert.
Inzwischen sind die Sperren ĂŒberwiegend aufgehoben, pornographische Seiten werden jedoch weiterhin gesperrt.
âą Turkei TĂŒrkei: Seit 2007 können lokale Strafgerichte des Landes Websites wegen pĂ€dophiler oder pornografischer Inhalte, Verherrlichung von Drogen, aber auch Beleidigungen des StaatsgrĂŒnders AtatĂŒrk landesweit blockieren. Mehrfach wurde wochenlang so die Videowebsite YouTube gesperrt, aber auch Indymedia, Google Groups und der Blog-Anbieter Wordpress waren von der Zensur betroffen.cite-ref-68[68] Im Februar 2014 wurde die Zensur in der TĂŒrkei gesetzlich verschĂ€rft. ZukĂŒnftig können Behörden Webseiten ohne Gerichtsbeschluss sperren. So war z. B. im MĂ€rz 2014 der Internetdienst Twitter betroffen.cite-ref-69[69] AuĂerdem sollen die Behörden das Recht bekommen, das Surfverhalten von Internetnutzern aufzuzeichnen und zwei Jahre lang zu speichern, ohne die Betroffenen darĂŒber zu informieren.cite-ref-70[70] Die Verabschiedung des neuen Gesetzes hatte gewaltsame Proteste in der TĂŒrkei ausgelöst.cite-ref-71[71] Am 29. April 2017 wurde in der TĂŒrkei der Zugang zu allen Wikipedia-Sprachversionen aufgrund eines vorlĂ€ufigen Gerichtsbeschlusses geblockt. BegrĂŒndet wurde dies seitens der Regierung damit, dass auf dieser Plattform Texte veröffentlicht wĂŒrden, die die TĂŒrkei mit Terroristen gleichstelle und Terror propagiere.cite-ref-72[72]cite-ref-73[73]
âą Turkmenistan Turkmenistan: Private InternetanschlĂŒsse sind nur sehr schwer zu beantragen. Da es auch nur wenige InternetcafĂ©s gibt und nur bestimmte Unternehmen und internationale Organisationen einen Internetzugang haben, sind die meisten Turkmenen faktisch aus dem Internet ausgeschlossen. Seit 2009 wird in Turkmenistan âmobiles Internetâ via USB-Modem angeboten.[Stand Juni 2010]
âą Usbekistan Usbekistan: Die Situation ist Ă€hnlich wie in China: Mit der schnellen Verbreitung von InternetanschlĂŒssen wuchs auch die Zensur. Oft fordert die usbekische Staatssicherheit Provider auf, den Zugang zu oppositionellen Webseiten zu blockieren. Einige InternetcafĂ©s weisen darauf hin, dass das Besuchen von Pornoseiten mit umgerechnet vier Euro Geldstrafe, das von missliebigen politischen Seiten mit acht Euro Geldstrafe geahndet wird.
âą Vereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische Emirate: Die InternetanschlĂŒsse in den Emiraten werden durch ecompany, eine Tochtergesellschaft der staatlichen Etisalat, kontrolliert. Webseiten, die Pornographie, âjĂŒdische Propagandaâ, Schriften und Medien, die unvereinbar mit den religiösen, kulturellen, politischen und moralischen Werten der VAE sind, werden gesperrt. Ebenfalls betroffen sind Anleitungen zur Computersabotage, Umgehung der ecompany-Zensur, Internettelefonie (andere Anbieter als ecompany) und Inhalte, die anscheinend Drogen anpreisen. Weiterhin werden Webseiten unzugĂ€nglich gemacht, die nach Meinung der Regierung unerwĂŒnschte Informationen enthalten. Im November 2012 erlieĂ der StaatsprĂ€sident, Chalifa bin Zayid Al Nahyan, ein Dekret, das verschiedene BetĂ€tigungen im Internet, darunter die Verspottung staatlicher Institutionen oder des Islam, mit Haftstrafen bedroht. Das Dekret erfasst des Weiteren den Aufruf zu nicht genehmigten Demonstrationen oder Protestkundgebungen. Es sieht als Sanktionsmöglichkeit neben der Haft die Beschlagnahme informationstechnischer GerĂ€te und ein Verbot der Internetnutzung vor.cite-ref-74[74]
âą Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten: Verschiedene Medien berichteten ĂŒber BemĂŒhungen der US-Regierung, den Zugang zu WikiLeaks-Informationen zu beschrĂ€nken, öffentliche Angestellte und Studenten, die eine Anstellung im öffentlichen Dienst anstrebten, wurden angewiesen, diese nicht abzurufen oder darauf zu verlinken.cite-ref-75[75] Die Warnung an Studenten wurde spĂ€ter zurĂŒckgenommen und erklĂ€rt, sie sei von einem ĂŒbereifrigen Angestellten ausgegangen.cite-ref-wsj-no-student-warn-76-0[76] Der englische Guardian berichtete,cite-ref-77[77] der Zugang zu WikiLeaks sei fĂŒr Angestellte des Bundes gesperrt, ebenso in der Bibliothek des Kongresses, im Handelsministerium und anderen Regierungsinstitutionen. Angestellte des Heimatschutzministeriums klagten, ihre Arbeit werde dadurch beeintrĂ€chtigt und mehr Schaden werde angerichtet, dadurch, dass sie nicht sehen könnten, welche Informationen der Rest der Welt jetzt sehe. Ein Angestellter erklĂ€rte, auch Privatrechner seien betroffen.cite-ref-78[78]
Die New York Times berichtetecite-ref-79[79] dass die United States Air Force ihren Angestellten den Zugang zu Netzseiten von Medien sperrt, die ausfĂŒhrlich ĂŒber WikiLeaks berichteten, etwa die New York Times selbst, der Guardian, Le Monde, El PaĂs und Der Spiegel.
Die Bank of America stoppte BankĂŒberweisungen an WikiLeaks und sperrte ihren Angestellten ebenfalls den Zugang zu den Netzseiten.cite-ref-80[80]
Der Monterey Herald deckte im Juni 2013 auf,cite-ref-81[81]cite-ref-82[82] dass die United States Army ihren Mitarbeitern den Zugang zu Seiten des britischen Guardian sperrt, nachdem dort EnthĂŒllungen des Whistleblowers Edward Snowden ĂŒber die globale Ăberwachung durch die NSA im Rahmen des PRISM-Programms erschienen waren.
âą Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich: 2013 fĂŒhrte die Regierung von David Cameron Filter ein gegen Seiten mit Bezug zu Pornografie, Gewalt, Extremismus, Anorexie und Essstörungen, Selbstmord, Alkohol, Rauchen, âWebforenâ und Esoterik, Umgehung von Internetsperren, VerhĂŒtung, Abtreibung, Geschlechtskrankheiten, Sexualkunde und âRespekt fĂŒr den Partnerâ. Homosexuelle Lebensstile wurden nach Protesten aus der Liste gestrichen. Die Filter lassen sich ausstellen.cite-ref-83[83]
âą Vietnam Vietnam: Eine eigene Internetpolizei filtert politisch missliebigen Inhalt aus dem Netz und kontrolliert die InternetcafĂ©s. Drei Cyber-Dissidenten wurden fĂŒr mehr als drei Jahre ins GefĂ€ngnis geworfen, weil sie sich online fĂŒr mehr Demokratie ausgesprochen hatten.
âą Belarus Belarus: Die Regierung nutzt das Staatsmonopol im Kommunikationswesen dazu, den Zugang zu oppositionellen Webseiten nach Belieben zu blockieren, davon wird vor allen Dingen zu Wahlzeiten Gebrauch gemacht. Zum 6. Januar 2012 trat ein Gesetz (â317-3â) in Kraft, das ein Dekret Aljaksandr Lukaschenkas aus dem Jahr 2010 umsetzte und als Reaktion auf durch das Internet organisierte regierungskritische Proteste 2011 gewertet wird. Seitdem dĂŒrfen auslĂ€ndische Internetdienste nicht mehr fĂŒr E-Mails, Finanztransaktionen, den Vertrieb von Waren und Dienstleistungen genutzt werden. Provider mĂŒssen inhaltliche Zensur umsetzen, und Benutzer von gemeinschaftlich genutzten Rechnern, etwa in InternetcafĂ©s, mĂŒssen sich ausweisen; ihre AktivitĂ€ten werden aufgezeichnet.cite-ref-84[84]cite-ref-85[85]
Weitere Praktiken und Vorhaben
Neben der offenen Zensur gibt es im Zusammenhang mit der Meinungsfreiheit im Web weltweit verschiedene Praktiken und Vorhaben.
âą Europaische Union EuropĂ€ische Union: Die EU-Richtlinie 2000/31/EGcite-ref-86[86] vom 8. Juni 2000 zum E-Commerce macht die Provider verantwortlich fĂŒr den Inhalt der Webseiten, die sie hosten, und verlangt von ihnen, diese zu blockieren, wenn sie Kenntnis von deren Existenz erhalten und sie diese als illegal einstufen. Nach Ansicht der Organisation Reporter ohne Grenzen schafft dies eine Art privates Rechtssystem, in dem die Provider und ihre Techniker das Richteramt ausĂŒbten.cite-ref-87[87]
âą Das EuropĂ€ische Parlament und der Rat der EuropĂ€ischen Union haben 2003 einer WeiterfĂŒhrung eines Aktionsplans zur sicheren Nutzung des Internets zugestimmt. Es soll stĂ€rker gegen illegale und schĂ€dliche Inhalte vorgegangen werden.cite-ref-eu-aktionsplan-88-0[88]
âą Das US-amerikanische Project for the New American Century, dessen Mitglieder sich in der Regierung Bush (seit 2001) wiederfanden, veröffentlichte im September ein Dokument, in welchem dem Internet eine groĂe Bedeutung in der modernen KriegsfĂŒhrung und Informationspolitik und -beschaffung zukommt (âthe creation of âUS Space Forcesâ, to dominate space, and the total control of cyberspace to prevent âenemiesâ using the internet against the USâ).
âą Auf der 38. EuropĂ€ischen Regionalkonferenz der IKPO-Interpol Ende Mai 2009 wurde, um auf internationaler Ebene ein deutliches Zeichen im Kampf gegen Kinderpornografie im Internet zu setzen und um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass das Internet weltweit eine zunehmend zentrale Rolle bei der Verbreitung von Kinderpornografie einnimmt, die Erstellung einer globalen âSperrlisteâ von Internet-Adressen basierend auf Zulieferungen aller Interpol-Mitgliedsstaaten empfohlen.cite-ref-91[91] Im Rahmen der 78. Generalversammlung im Oktober 2009 in Singapur wurden diese Empfehlungen bekrĂ€ftigt.cite-ref-92[92]
âą In Israel hat im Juli 2009 der Rechtsausschuss der Knesset einen Gesetzesvorschlag zur Kontrolle des Internets abgelehnt. Mit einer Mehrheit von sieben zu einer Stimme lehnten die Minister den Gesetzesvorschlag ab. Verschiedene Rechtsexperten hatten gegen den Vorschlag protestiert, da nach ihrer Meinung ein solches Gesetz das Recht der israelischen BĂŒrger auf freie Information sowie die PrivatsphĂ€re eingeschrĂ€nkt hĂ€tte.cite-ref-93[93]
âą 2012 kam es im Zusammenhang mit dem Youtube-Video Innocence of Muslims vor allem im arabischen Raum zu weitrĂ€umigen SperrmaĂnahmen.
Zensur und nichtstaatliche Gruppen und Unternehmen
GroĂe Internetanbieter leisten nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen Beihilfe zur Zensur in LĂ€ndern mit eingeschrĂ€nkter Meinungsfreiheit. In Myanmar liefert nach Angaben von Reporter ohne Grenzen das US-Unternehmen Fortinet die Technologie zur Blockierung von oppositionellen Webseiten. FĂŒhrende US-Internetunternehmen wie Yahoo, Cisco Systems, Microsoft und Google werden von den Organisationen Reporter ohne Grenzen und Amnesty International der Zusammenarbeit mit chinesischen Zensurbehörden beschuldigt. Derartige Beschuldigungen bestehen im Zusammenhang mit Google.de in Deutschland nicht, jedoch wird der Benutzer von Google.de darauf hingewiesen, falls ein Suchergebnis aus âRechtsgrĂŒndenâ nicht angezeigt wird.
Auch nichtstaatliche Gruppen versuchen, mit juristischen Mitteln kritische Informationen zu unterbinden, wie zum Beispiel Scientology (siehe Scientology gegen das Internet). Suchmaschinen wie Google entfernen Webseiten aus den Suchergebnissen, die nicht im Einklang mit den Allgemeinen GeschĂ€ftsbedingungen der Suchmaschine sind.cite-ref-94[94] Webseiten, die mit einer âGoogle-Strafeâ belegt wurden, können von den meisten Nutzern angesichts Googles Marktmacht von ĂŒber 90 % in Deutschland praktisch nicht gefunden werden. Gegner dieser Vorgehensweise fordern SuchneutralitĂ€t. Beides ist jedoch keine Zensur im juristischen Sinne.
Am 17. April 2009 schlossen fĂŒnf deutsche Internetprovider (Deutsche Telekom, Vodafone Kabel Deutschland, O2, Arcor und Alice)cite-ref-95[95] freiwillige VertrĂ€ge zum Sperren von Webseiten in Deutschland mit der Bundesregierung ab, wonach diese sich verpflichten, Seiten mit Dokumentationen missbrauchter Kinder zu blockieren. Die VertrĂ€ge sehen vor, dass das Bundeskriminalamt (BKA) tĂ€glich aktualisierte, geheime und verschlĂŒsselte Sperrlisten von Webseiten mit problematischen Inhalten an die Provider ĂŒbermittelt.cite-ref-spon-619509-96-0[96]
EffektivitÀt
Die EffektivitĂ€t der Zensur hĂ€ngt vom betriebenen Aufwand ab. Eine DNS-Sperre ist von den Internet-Anbietern verhĂ€ltnismĂ€Ăig einfach umzusetzen und kann ebenso einfach von deren Kunden umgangen werdencite-ref-97[97]. Hingegen ist die Internetzensur in der Volksrepublik China, bekannt als Great Firewall of China, ein ausgefeiltes Systemcite-ref-98[98], das sogar VPN-Server anhand der spezifischen Kommunikation in Echtzeit erkennt und dann blockiertcite-ref-99[99].
Open Observatory of Network Interference (OONI) ist eine Non-Profit-Organisation, die die Internetzensur weltweit dokumentiert. Sie wurde bis 2018 mit insgesamt 1.286.070 $ durch den Open Technology Fund gefördert.cite-ref-100[100] Mit der App âOONI Probeâcite-ref-101[101] aus dem Google Play Store kann die Internet-Zensur in jenem Land ermittelt werden, in dem man sich gerade aufhĂ€lt. Die App fĂŒhrt verschiedene Tests durch, z. B. welche Websites aufgerufen werden können und ĂŒbermittelt die Ergebnisse an OONI. Die gesammelten Ergebnisse werden auf deren Website fĂŒr jedes Land im Detail dargestellt, z. B. welcher Internet-Provider welche Websites blockiert oder ob er Umgehungen wie Psiphon oder Tor zu erkennen versucht.
Auch Reporter ohne Grenzen veröffentlicht Berichte zur Presse- und Informationsfreiheit ĂŒber einzelne LĂ€ndercite-ref-102[102] und eine Weltkarte âFeinde des Internetsâ.cite-ref-103[103]
Ferner zeigt Freedom House, eine Nichtregierungsorganisation in den USA, eine Weltkarte des âInternet Freedom Statusâ auf ihrer Website.cite-ref-104[104]
Oft werden die blockierten Inhalte im Zuge des Bekanntwerdens der Zensur von Zensurkritikern auf einer Vielzahl von Webseiten auĂerhalb des Zugriffsbereichs des Zensors gespiegelt und so der Zugang weiterhin ermöglicht. Durch die Zensur und die damit verbundene Medienberichterstattung gewinnt zudem ein gröĂerer Personenkreis ĂŒberhaupt erst von den zensierten Inhalten Kenntnis (Streisand-Effekt).
Werden die Zugangssperren zu einzelnen WebprĂ€senzen durch Blockieren von IP-Adressbereichen umgesetzt, kann auch der Zugriff auf legale Angebote und Inhalte, Websites und E-Mail-Adressen unterbrochen sein (Overblocking). Die BeschrĂ€nkung einer Zugangssperre ausschlieĂlich auf die vom Zensor beanstandeten Inhalte ist technisch aufwĂ€ndig, kostenintensiv und mit LeistungseinbuĂen verbundencite-ref-105[105].
Letztlich ist es ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Blockierern und Blockadebrecherncite-ref-106[106]. In LĂ€ndern, in denen technische GegenmaĂnahmen wie VPNs verboten sind, kann deren Einsatz auch juristische Konsequenzen nach sich ziehen.
Technische GegenmaĂnahmen
Um eine Sperrung zu umgehen, ist ein GrundverstÀndnis der Funktionsweise des Internets erforderlich.
Wird eine URL einer Domain wie https://www.dw.com/ in die Adressleiste des Webbrowsers eingegeben, fragt er einen DNS-Server nach der IP-Adresse. Der DNS-Server liefert beispielsweise die IP-Adresse 194.55.30.46 zurĂŒck, so dass auch http://194.55.30.46 in die Adressleiste des Webbrowsers hĂ€tte eingegeben werden können. Daraufhin holt der Webbrowser die Inhalte von dem Server, auf dem die Website liegt. Die IP-Adresse einer Domain kann durch Traceroute oder Whois-Dienste ermittelt werden.
Je nachdem wie die Blockierung realisiert wurde, gibt es verschiedene AnsÀtze, sie zu umgehencite-ref-107[107].
DNS-Sperre
Verbindet sich ein Router oder ein Smartphone mit dem Internet, teilt der Internet-Provider dem Router bzw. dem Smartphone seinen DNS-Server mit. Beim Aufruf einer unerwĂŒnschten Website lĂ€sst der Internet-Provider seinen DNS-Server statt einer IP-Adresse nur eine Fehlermeldung liefern. TrĂ€gt man in seinen Router oder sein Smartphone hĂ€ndisch einen anderen DNS-Server ein, der diese Website nicht blockiert, erhĂ€lt man wie ĂŒblich den Inhalt der so blockierten Website.
Beispiel: Websites, die in Deutschland blockiert werden, nicht aber in den USA, sind zugÀnglich, indem beispielsweise der DNS-Server von Google dns.google benutzt wird. Man kann ihn im Smartphonecite-ref-108[108]cite-ref-109[109], im Windows-PCcite-ref-110[110], im Browsercite-ref-111[111] oder im Routercite-ref-112[112] eintragen.
Blockieren von IP-Adressen
Der Internet-Provider kann auch direkt die IP-Adresse einer unerwĂŒnschten Website blockieren. Ăbermittelt ein Webbrowser eine solche IP-Adresse, liefert der Internet-Provider eine Fehlermeldung, statt den Inhalt vom Server zu holen, wo die Website gehostet wird. Manche LĂ€nder blockieren die Websites deutscher Medien anhand ihrer IP-Adresse.
Auch der Server der Website kann sich weigern, den Inhalt auszuliefern. Beispielsweise darf das Fernsehprogramm wegen Urheberrechten nur in Deutschland gezeigt werden. Erkennt der Server durch Geo-Location eine abfragende IP-Adresse aus dem Ausland, weigert er sich, das Fernsehprogramm zu streamen (Geoblocking).
In solchen FĂ€llen braucht man einen Internet-Zugangspunkt in einem Land, in dem diese IP-Adresse nicht blockiert wird.
HierfĂŒr kommen beispielsweise in Frage:
âą VPN-Verbindung zum heimischen Routercite-ref-113[113]
âą eigener VPN-Server auf Raspberry Pi im Heimnetzcite-ref-114[114]
âą Proxy-Servercite-ref-117[117]
Hochentwickelte Methoden der Blockierung
Durch Deep Packet Inspection kann ein Kommunikationsstrom nach SchlĂŒsselwörtern durchsucht und ggf. das weitere Laden unterbunden werden. So entsteht der Eindruck, dass das Internet bis auf wenige Webseiten ganz normal funktioniert. Mithilfe von Deep Packet Inspection wird auch nach charakteristischen Merkmalen einer VPN-Verbindung im Kommunikationsstrom gesucht und dann die Verbindung blockiert. IP-Adressen bekannter Anbieter eines VPN-Service werden ohnehin blockiert.
Solche FĂ€lle erfordern ausgefeiltere GegenmaĂnahmen:
⹠Psiphoncite-ref-118[118]cite-ref-119[119] Ein Projekt der UniversitÀt Toronto namens Psiphon ermöglicht seit Dezember 2006 die Umgehung der Internetzensur durch sogenannte soziale Netzwerke.
âą kommerzielle Anbieter eines VPN-Service, der auch in LĂ€ndern mit Zensur wie China funktioniertcite-ref-120[120]
âą internationales Daten-Roaming per Mobilfunkcite-ref-121[121]
âą Spezielle Konfiguration von OpenVPN zur Verschleierungcite-ref-122[122]
âą Freenet
Einige Dienste wie das Tor-Netzwerkcite-ref-123[123], I2P und Anonymizer, die zum Schutz der AnonymitĂ€t im Internet entwickelt wurden, können darĂŒber hinaus wie Proxy-Server zur Ăberwindung von Zugriffssperren verwendet werdencite-ref-124[124].
Sonstiges
Der Global Online Freedom Act sollte US-amerikanische Softwareunternehmen wie Google oder Microsoft davon abhalten, an einer Zensur als Mittel repressiver Politik in bestimmten LĂ€ndern mitzuwirken.
Der Wunsch nach Zensur kann durch entsprechende Berichterstattung ĂŒber als unmoralisch empfundene Webinhalte auch in der breiten Bevölkerung geweckt werden. Ein Beispiel ist der Fall Chesterâs guide to: Picking up little girls, bei dem eine englische Zeitung eine Moralkampagne mit falschen Informationen initiierte, der Leser und Politik unkritisch folgten.
Verschiedene Anbieter von Diensten zur Umgehung der Zensur im Internet speichern und verkaufen Daten, die zur Identifikation der Nutzer geeignet sind.cite-ref-125[125]
Literatur
âą Reporters Without Borders: Internet Enemies. (PDF; 767 kB) 12. MĂ€rz 2009.
âą Ronald Deibert: Everyoneâs Guide to By-Passing Internet Censorship: For Citizens Worldwide. (Memento vom 29. Oktober 2008 im Internet Archive) (PDF, 31 S.), The Citizen Lab, Munk Centre for International Studies, University of Toronto, September 2007.
âą Ronald Deibert, John Palfrey, Rafal Rohozinski, Jonathan Zittrain (Hrsg.): Access Denied: The Practice and Policy of Global Internet Filtering. Cambridge, Mass. MIT Press, 2008, ISBN 978-0-262-54196-1.
âą Ansgar Koreng: Zensur im Internet. Der verfassungsrechtliche Schutz der digitalen Massenkommunikation. Baden-Baden 2010, ISBN 978-3-8329-5465-9.
Weblinks
⹠OpenNet Initiative: opennet.net (Ein Gemeinschaftsprojekt des Citizen Lab am Munk Centre for International Research der UniversitÀt Toronto, des Berkman Center for Internet & Society an der Harvard Law School, der Advanced Network Research Group am Cambridge Security Programme und dem Oxford Internet Institute.)
âą âGoverning the Internetâ. (PDF; 607 kB) OSZE Bericht 2007
âą cât: Verschleierungstaktik â Die Argumente fĂŒr Kinderporno-Sperren laufen ins Leere. cât, Nr. 9, 2009. AusfĂŒhrliche Erörterung der InternetzensurmaĂnahmen in Deutschland. Abgerufen am 12. April 2009.
âą visualcapitalist.com, 23. Mai 2019, Nick Routley: Internet Suppression Spiral (âInternet-UnterdrĂŒckungsspiraleâ)
Einzelnachweise
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cite-note-intern-de-44. â BGH weitet ZustĂ€ndigkeit deutscher Gerichte aus. intern.de, 13. Dezember 2000, abgerufen am 11. Oktober 2012.
cite-note-55. â Stefan Krempl: Arcor muss YouPorn sperren. Heise.de
cite-note-66. â Landgericht Frankfurt am Main Urteil vom 8. Februar 2008 Az.: 3/12 O 171/07, Computer und Recht CR 2008, 536
cite-note-77. â CIRCAMP â COSPOL Internet Related Child Abusive Material Project. (Memento vom 3. November 2009 im Internet Archive) Europol, Oktober 2008.
cite-note-88. â Detlef Borchers: Kinderporno-Sperren im internationalen Vergleich. Heise online, 20. Februar 2009.
cite-note-eu-forciert-99. â Holger Bleich: EU forciert PlĂ€ne zu europaweiten Web-Sperren. Heise online, 24. MĂ€rz 2010.
cite-note-1010. â Mitteilung der Kommission an das EuropĂ€ische Parlament und den Rat â Ein Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts im Dienste der BĂŒrger, 10. Juni 2009.
cite-note-1111. â EDRi-Newsletter European Digital Rights, 8. Oktober 2009 in deutscher Ăbersetzung. unwatched.org, 13. Oktober 2009.
cite-note-1212. â Philipp SĂŒmmermann: Frankreich verhĂ€ngt Netzsperre ĂŒber âCopwatchâ. Zeit Online, 19. Oktober 2011. Abgerufen am 27. Dezember 2011. âIn Frankreich gibt es drei Gesetze, die Internetsperren vorsehen âŠâ
cite-note-1414. â Clean IT: Die EU will das Internet âsauberâ und âgesundâ halten. netzpolitik.org, 24. Februar 2012, abgerufen am 7. Juni 2012.
cite-note-1515. â About the project cleanitproject.eu, abgerufen am 7. Juni 2012.
cite-note-1616. â Verordnung (EU) 2022/350 des Rates vom 1. MĂ€rz 2022 zur Ănderung der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 ĂŒber restriktive MaĂnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren
cite-note-1717. â Wolfgang Schulz: Informationsfreiheit im Ausnahmezustand. LTO (Legal Tribune Online), 23. April 2022, abgerufen am 17. Februar 2024: âUmgesetzt wird das Verbot durch Art. 2f der Verordnung (EU) 833/2014.â
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cite-note-2323. â Bundesregierung will Internetsperren mit Zugriffskontrollen â LandesdatenschĂŒtzer: Klicken jedes unbekannten Links wird zum Risiko. golem.de, 21. April 2009.
cite-note-2424. â Stefan Krempl: Kinderporno-Sperren: âFrontalangriff auf die freie Kommunikationâ befĂŒrchtet. heise online, 21. April 2009.
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cite-note-3232. â Bundestag kippt Internetsperren. In: Frankfurter Rundschau, 1. Dezember 2011
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